Vor der Eisflut
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Januar 2013

Die FDP am Tropf der CDU-Wähler
Die "nicht erfolgte Leihstimmenkampagne zugunsten der FDP" katapultierte die gelben Streifen der bisherigen Wespenkoalition am 20. Januar aus der vorhergesagten Versenkung auf ein Allzeithoch in Niedersachsen. Mit Sicht auf deren Atompolitik verfehlten die Wespen zum Glück ihr Ziel - wenn auch nur äußerst knapp. Nach der hauchdünnen Mehrheit der SPD und der Grünen bei der Landtagswahl in Niedersachsen besteht dort endlich die Chance auf eine Wende bezüglich der maroden, für eine gefahrlose Langzeitlagerung ungeeigneten "End"-Lager Asse-II, Salzstock Gorleben, Schacht Konrad etc., sowie weiteren niedersächsischen Atomindustriekomplexen, wie z.B. die zum französischen Atomkonzern "Areva" gehörende Brennelementefabrik "Advanced Nuclear Fuels" (ANF) oder das südlich von Hameln an der Weser gelegene Atomkraftwerk "Grohnde". So weisen beispielsweise die Atomkraftgegner im Wendland darauf hin, dass die Spitzenkandidaten der SPD (Herr Weil) und der Grünen (Herr Wenzel) jetzt im Wort stünden, das geplante Endlagersuchgesetz zu stoppen, welches letztlich wieder auf Gorleben als Endlagerstandort hinauslaufe ...
 
Klagen gegen Umschlagsverbot von Atomtransporten
Der Euratom-Vertrag, das tückenbelastete Verbot des Umschlags von Atomtransporten in den Bremischen Häfen und ein fragwürdiger Atomausstieg: Es gibt offenbar viele Möglichkeiten, das Umschlagsverbot des Bremer Senats auszuhöhlen. Die Bremer CDU-Bürgerschaftsfraktion, die EU-Kommission, eine Berliner Rechtsanwaltskanzlei und - bisher zwei bekannte - Firmen aus der Atomindustrie und deren losgistischen Umfeld arbeiten daran. Der Versuch, diese Aktivitäten geheim zu halten scheiterte allerdings an der MAUS ...
 
Atomausstieg: Das geht auch schneller!
Es sind nur noch wenige Wochen hin, bis sich die Atomkatastrophe in der japanischen Atomkraftanlage "Fukushima-I" zum zweiten Mal jährt, die bis heute andauert. Auch hierzulande gibt es Belege dafür, dass es um die Sicherheit der neun in Deutschland noch betriebenen Atomreaktoren nicht gerade zum besten bestellt ist. Darüberhinaus wird ungeachtet des schwarz/gelben "Atomausstiegs" in Deutschland weiterhin Uran angereichert und zu Brennelementen verarbeitet, mit denen die ganze Welt beliefert wird. Für eine "End"-Lagerung hochradioaktiven Mülls gibt es keine Lösung ... - nicht einmal eine Zwischenlösung. Die vier Atomkonzerne und ihre politischen Handlanger lassen nichts unversucht, um die Energiewende zum Scheitern zu verurteilen. Demonstrationen der Atomkraftgegner zum Jahrestag der Atomkatastrophe in der japanischen Atomkraftanlage "Fukushima-I" sind in Vorbereitung ...
 
Atomausstieg: Das geht auch schneller! - Teil 2
In einem Kommentar zu meinem Artikel "Atomausstieg: Das geht auch schneller!" vom 29.01.2013 wird die Ansicht vertreten, der Atomausstieg sei schon kurz nach dem Vorfall in Fukushima angekündigt und beschleunigt worden. Das brauche einfach seine Zeit. Der Schreiber befürchtet, Deutschland müsse im Falle eines beschleunigten Atomausstiegs teuren Atomstrom aus Frankreich beziehen. Er meint, der Bau von Windrädern in der Nordsee sei im vollen Gange. Das Risiko eines Atomunglücks in Deutschland, so wie in Fukushima, schätzt er bei weitem nicht so hoch ein, wie es mein Artikel vermittelt. - Dies ist meine Antwort ...
 
Februar 2013

Die Subvention der Atomindustrie in Deutschland
In der FDP wird öffentlich über die Abschaffung des "Erneuerbare Energien Gesetzes"(EEG) nachgedacht. Diese Subvention für die Energiewende sei für die Kostenexplosion bei der Energieversorgung in Deutschland verantwortlich, heißt es zur Begründung. Dass die Atomindustrie jahrzehntelang nicht weniger hoch subventioniert wurde - und immer noch wird - ist für die Atomkonzerne und ihre politischen Handlanger jedoch kein Thema. Einer Studie des FÖS zufolge ist die Atomenergie im Zeitraum von 1950 bis 2010 mit 204 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert worden, was auf den Strompreis umgerechnet einer Förderung von 4,3 Cent pro Kilowattstunde entspricht ...
 
Willkommen in der Zukunft
Die Cherbourger Straße in Bremerhaven ist die Hauptanbindung der bremischen Häfen im Norden der Stadt an die A27. Seit mehr als 20 Jahren heißt es, der Cherbourger Straße drohe in naher Zukunft der Verkehrsinfarkt. Ein Hafentunnel parallel zur Cerbourger Straße soll es richten. Seither überbieten sich die Politik und die örtliche Lokalpresse mit Zahlentricksereien rund um die Prognosen der Tunnelbefürworter. Eine zwischenzeitliche Verkehrszählung zeigte, dass die Realität weit hinter der Verkehrsprognose zurückbleibt. Im Bremerhavener Lokalblatt liest sich das dann in etwa so: 'Der Schwerlast-Verkehr hat seit 2007 kaum zugelegt.' ...
 
Studie zur Sicherheit des AKW "Grohnde"
Eines dieser neun vom "Atommoratorium" verschont gebliebenen Atomkraftwerke ist das nördlich von Hameln an der Weser gelegene Atomkraftwerk "Grohnde". Gegenüber der im rot-grünen "Atomkonsens" aus dem Jahre 2000 vereinbarten "Restlaufzeit" (bis 2017) wurde dessen Betriebsgenehmigung im Zuge des sogenannten "Atomausstiegs" der wespenfarbenen Bundesregierung um vier Jahre verlängert (bis 31.12.2021). Dabei weist das Atomkraftwerk "Grohnde" mit 231 meldepflichtigen Ereignissen die größte Anzahl aller Störfälle aller derzeit in Deutschland betriebenen Atomkraftwerke auf. Der im Auftrag der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" von Oda Becker (Dipl. Physikerin, Fachhochschule Hannover) erstellten Studie "Die Schwachstellen des AKW Grohnde" zufolge entspricht keines der neun verbliebenen Atomkraftwerke mehr dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik. Alle neun Atomkraftwerke wären nach 1994 nicht mehr genehmigungsfähig gewesen ...

Katastrophaler Atom-Katastrophenschutz
Die Studie "Analyse der Vorkehrungen für den anlagenexternen Notfallschutz für deutsche Kernkraftwerke basierend auf den Erfahrungen aus dem Unfall in Fukushima", die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im April 2012 veröffentlicht hat, kommt zu dem Ergebnis, dass die derzeit geltenden Katastrophenschutz-Maßnahmen für den Fall eines atomaren Super-GAUs in Deutschland bei weitem nicht ausreichen. Das Hintergrundpapier mit dem Titel "Veraltet und überfordert - Katastrophenschutz um Atomkraftwerke 2012" der der internationalen Ärzte-Organisation "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges ..." (IPPNW), das sich auch mit der Studie des BfS auseinandersetzt, kommt zu dem Ergebnis, dass es im Falle eines Super-GAUs in einem deutschen Atomkraftwerk keinen Schutz für die Bevölkerung gäbe - weder unter medizinischen, noch organisatorischen Gesichtspunkten. Angenommen, es träfe das Atomkraftwerk "Grohnde" ...

März 2013

Neue Autobahnen braucht das Land ...
... so nötig wie einen Kropf. Herr Ramsauer (CSU, Bundesverkehrsminsiter) ist jedoch ein großer Fan der geplanten "Küsten"-Autobahn A20. Zur dafür notwendigen Unterquerung der Elbe westlich von Hamburg hat er jedenfalls schon einmal "klipp und klar Ja" gesagt. In Zeiten knapper Kassen müssen eben Prioritäten gesetzt werden. 70 Prozent aller bereitgestellten Mittel sollen in den Aus- und Neubau wichtiger Autobahnen und autobahnähnlicher Bundesstraßen investiert werden. Angesichts des zunehmenden Güterverkehrs wolle Herr Ramsauer bevorzugt den Erhalt der Autobahnen fördern. Die vordringliche Aufgabe Herrn Ramsauers wäre allerdings die Entwicklung und Umsetzung eines zukunftsorientierten, CO2-neutralen Verkehrskonzepts für Deutschland gewesen. Statt dessen hat es allerdings den Anschein, als hätte der Bundesverkehrsplaner auf dem Weg in die Zukunft die Orientierung verloren ...
 
Kein Grenzwert für sichere Strahlendosen
Über Zahlendrehereien zu Grenzwerten für Radioaktivität, die Gegenrechnung “eines Physikers”, radioaktive Substanzen im Zigarettenrauch - und den be(un)ruhigenden Irrglauben an “Sichere Grenzwerte für Radioaktivität” …

Die Atomkatastrophe dauert nun schon zwei Jahre
Ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Die früheren, vollmundigen Ankündigungen der für die Folgen des mehrfachen Super-GAUs in der japanischen Atomkraftanlage "Fukushima-I" Verantwortlichen sind heute Schnee von gestern. 2 Jahre nach der Atomkatastrophe gibt es weiterhin radioaktive Hotspots in den Städten und in Gebieten außerhalb der ohnehin viel zu gering bemessenen "20 Kilometer Sperrzone". Der Dokumentarfilm “Die Atomruinen von Tschernobyl und Fukushima” beleuchtet unter anderem mit der Verflechtung zwischen den Atomkonzernen, der Regierung und den Aufsichtsbehörden in Japan, dem sogenannten "Atomdorf", dessen langer Arm selbst bis nach Berlin zu reichen scheint. Auch zwei Jahre nach Beginn des Super-GAUs wissen viele Menschen noch wenig über die biologische Wirkung der Radioaktivität, die im Bericht der WHO zu den gesundheitlichen Auswirkungen vom Februar 2013 auf unglaubliche Weise verharmlost wurde. Die Kritik der NGOs daran fiel dementsprechend aus. Gut, dass es Menschen wie Herrn Kazuhiko Kobayashi (Japan, Journalist) gibt, der seine eigenen, erlebten Eindrücke auf einer Vortragsreise durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich aus Sicht eines Zeitzeugen schilderte ...

Atomkraft: Die militärische Komponente
Während wir hier für das Ende der Nutzung der Atomkraft demonstrieren, weil wir einen möglichen atomaren Super-GAU in Deutschland verhindern wollen, droht Nordkorea den USA mit einem "präventiven Atomangriff" und Südkorea mit der Vernichtung …

Dabei spielen wir nicht mit
Auch zwei Jahre nach Beginn des Super-GAUs in Japan ist der Ausnahmezustand in der Ruine der Atomkraftanlage "Fukushima-I" (Fukushima Dai-ichi), in der 20 km Sperrzone und in der Präfektur Fukushima weiterhin die Normalität. Die "andere Normalität", die der Atomkonzern "Tepco" (Betreiber) und die japanischen Behörden der Öffentlichkeit vorgaukeln, gibt es nicht. Selbst angesichts der Hilflosigkeit der für Verantwortlichen in Japan im Umgang mit den Folgen der Atomkatastrophe will die schwarz-gelbe Bundesregierung die Atomkraftwerke in Deutschland noch weitere neun Jahre in Betrieb halten. In Anbetracht der Folgen eines auch in Deutschland jederzeit möglichen Super-GAUs ist das ein äußerst leichtsinniges Spiel mit dem atomaren Feuer. Dabei spielen wir aber nicht mit ...

Minden nach dem Super-GAU im AKW "Grohnde"
Meine Dia-Show vermittelt Impressionen von den Protesten in Minden. Die Stadt liegt an der Weser, etwa 40 km flussabwärts vom ebenfalls an der Weser gelegenen Atomkraftwerk "Grohnde". Auf einem Ring in einem Abstand von ungefährt 40 Kilometern rund um das Atomkraftwerk organisierten die örtlichen Initiativen von Atomkraftgegnern anschauliche Szenen nach einem angenommenen Super-GAU in "Grohnde", die denjenigen unter uns, die sich sonst weniger mit dem Thema "Katastrophenschutz nach einem Atom-Unfall" befassen, eine ungefähre Ahnung vermitteln sollten, was "im Ernstfall" auf uns alle zukommen könnte ...

Fukushima mahnt ...
11. März 2013: Zum Gedenken an die Opfer der zweifachen Naturkatastrophe am 11. März 2011 in Japan und zur Mahnung für die von der daraufhin folgenden Atomkatastrophe verschont gebliebenen Menschen in aller Welt, wurde am zweiten Jahrestag der dreifachen Katastrophe bundesweit zu Mahnwachen aufgerufen. So auch in Bremerhaven. Unser Gedenken gilt den Hinterbliebenen und Überlebenden, den an Körper und Seele Verletzten, sowie den Menschen die infolge des mehrfachen Super-GAUs aus ihrer Heimat vertrieben wurden - und denen, die mittel- und langfristig noch an den Spätfolgen der dabei freigesetzten Radioaktivität erkranken und sterben werden. Die Mahnung an uns lautet: Wachsam bleiben! Nach der Änderung des Bremer Hafenbetriebsgesetzes mit der Teilentwidmung für den Umschlag radioaktiver "Brennstoffe", sowie des nach deren Verwendung anfallenden Atommülls, sollten Atomtransporte über die Häfen in Bremerhaven zwar eigentlich der Vergangenheit angehören, aber das Gesetz lässt auch Ausnahmen zu. Die Atomkonzerne und ihre Auftragnehmer arbeiten gerade daran, das Gesetz auszuhebeln, indem sie versuchen, "Dauerausnahmen" durchzusetzen ...

Märchenonkel Peter und die Energiewende-Wende
Erst fördert die Bundesregierung die Ausnahmen von der EEG-Umlage für immer mehr Firmen, so dass die Kosten für Otto Normalverbraucher aus dem Ruder zu laufen drohen, und weil der sich deswegen beschwert, will Herr Altmaier (CDU, Bundesumweltminister) jetzt am anderen Ende auf die Bremse treten: Nicht die Förderung der unzähligen Ausnahmegenehmigungen will er kürzen, sondern die Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen ...
 
Das EnergiewENDE der Bundesregierung
In den Medien war zu Beginn des Monats zu lesen, Frau Merkel (CDU, Bundeskanzlerin) wolle die Stromrabatte für die Industrie kappen und damit die Bürger bei den Stromkosten entlasten. Hätte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Befreiung besonders stromintensiver Unternehmen von den Netzkosten nicht für unwirksam erklärt, und hätte die EU kein ähnlich begründetes Ermittlungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, dann wären Frau Merkel die finanziellen Belastungen der Bürger infolge ihrer Energiewende-Wende Politik allerdings wohl auch weiterhin ziemlich egal gewesen ...
 
Fukushima Dai-ich - Eine gefährliche Atomruine
Als am 18. März die ersten Meldungen über einen Ausfall der Stromversorgung und dem dadurch bedingten Ausfall der Kühlung in der zerstörten Atomkraftanlage "Fukushima-I" (Dai-ichi) die Runde machten, stand Japan kurz vor einer erneuten Verschärfung der Folgen des mehrfachen Super-GAUs. Sofort traten wieder die inzwischen bestens bekannten Bagatellisierungsmechanismen des japanischen "Atom Dorfs" in Kraft. Die für die Katastrophe Verantwortlichen beeilten sich erwartungsgemäß zu versichern, dass es bezüglich der Radioaktivität keine "größere Veränderung" gebe. Da passt es ebenfalls ins Bild, dass auch noch in Entfernungen, die deutlich über die Grenzen der Präfektur Fukushima hinausgehen, eine erheblich höhere Radioaktivität festgestellt wurde, als seitens des Atom Dorfs offiziell zugegeben wird. Unabhängige Fachleute gehen davon aus, dass es im Abklingbecken des Reaktorgebäudes 3 infolge einer Wasserstoff-Explosion auch zu einer Atomexplosion gekommen war ...

Die neue Gorleben-Troika
Da hat sich ja unversehens eine merkwürdige Troika zusammengefunden: Herr Weil (Endlagersuche inklusive Gorleben geht gar nicht!), Herr Wenzel (Was die Kollegen in Berlin wohl sagen, wenn ich Gorleben ausschließen will?) und Herr Altmaier (Wir beschließen einfach schon mal ein paar Vorgaben für die Enquette-Kommission ... - und Gorleben bleibt natürlich eine Option für ein "End"-Lager!) in überraschender Dreisteinigkeit ...

April 2013

Die Zukunft der Kinder und Enkel: Zu teuer?
Vielen Herstellern von Photovoltaik-Anlagen ist in Deutschland bereits nach wenigen Jahren das Wasser abgegraben worden. Aufgrund politischer Entscheidungen der schwarz-gelben Bundesregierung zugunsten der Atomkonzerne und der Betreiber von mit fossilen Energieträgern befeuerten Großkraftwerken bei gleichzeitig wachsender Konkurrenz aus China waren sie nicht überlebensfähig.

Jetzt hilft die Verbraucherzentrale kräftig mit zum Angriff auf den nächsten, für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende notwendigen Industriezweig: Die Hersteller von Offshore-Windenergieanlagen. Sie fordert das Ende der Offshore-Windparks - aus Kostengründen. Sie folgt damit blind der Argumentation derer, die  nachfolgende Generationen die Folgen der Maßlosigkeit unserer Generationen ausbaden lassen wollen. Dass der von der wespenfarbenen Bundesregierung angerichtete Schaden auch auf dem Gebiet der Windenergie ohnehin schon seine Wirkung zeigt, müssen Arbeiter bei einem in Bremerhaven ansässiger Windenergie-Hersteller bereits jetzt am eigenen Leibe erfahren ...
  
Endlagersuchgesetz im Hau-Ruck-Verfahren
Der Bau des neuen Hauses (ergebnisoffene Suche nach einem Atommüll-"End"-Lager) soll mit dem Dach (Endlagersuchgesetz) begonnen und das Fundament (Enquette-Kommission) soll dann als reines Feigenblatt ausgeführt werden, das kaum in der Lage sein wird, das Gewicht des Daches zu tragen. Die rot-grüne Landesregierung Niedersachsens ist bei ihrer Zustimmung zur Verabschiedung eines Endlagersuchgesetzes - inklusive "Gorleben" und vor der Präsentation der Arbeitsergebnisse einer noch zu gründenden Equette-Kommission - geblieben. Möglicherweise könnten die Koalitionäre bald (spätestens aber bei der nächsten Landtagswahl) feststellen, dass sie sich während des erwartungsgemäßen Einsturzes leichtsinnigerweise mitten im Haus aufgehalten haben ...

Stellungnahme gegen AKW-Neubau in Ungarn
Bis Montag, 1504.2013, konnte jeder Bürger der EU im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsvorprüfung Stellungnahmen gegen den Neubau von Atomreaktoren in der ungarischen Atomkraftanlage "Paks" einreichen ...

Der deutsche Atommülllager Dissens
Nein, Atommülllager will ich nicht! - Über gebrochene rot-grüne Wahlversprechen, schwarz-gelbe Atommülllager-Gegner, zahlungsunwillige Atommüllproduzenten und den neuen deutschen Strom-Export-Rekord ...

Mit Protest & Kultur gegen Fahrlässigkeit & Ignoranz
Zur Erinnerung an die Ereignisse im Atomkraftwerk "Tschernobyl" vor 27 Jahren und im Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe vom 26. April 1986 riefen Atomkraftgegner für Sonntag, 21. April 2013, ab fünf vor Zwölf an zwei Atomkraft-Standorten zu Protesten gegen die Atompolitik der Bundesregierung auf ...

27 Jahre "Tschernobyl - Proteste und Gedenken
Rund 4000 Menschen demonstrierten an den beiden deutschen Atomkraft-Standorten "Brokdorf" (Schleswig-Holstein) und "Grafenrheinfeld" (Bayern) für einen schnelleren Atomausstieg, als von der schwarz gelben Bundesregierung vorgesehen ...

Sechshundert Millionen für marode AKWs der Ukraine
EURATOM und die "Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung" (EBWE) haben beschlossen, der Ukraine jeweils einen Kredit in Höhe von 300 Millionen Euro für die Modernisierung derzeit am Netz befindlicher Atomkraftwerke zu gewähren. Das Ziel ist die Verlängerung der Laufzeiten der 15 Atomreaktoren sowjetischer Bauart (Reaktortypen VVER 400/213 und VVER 1000). Die Behauptung der EBWE, die Atomreaktoren der Ukraine könnten auf einen Stand gebracht werden, der die internationalen Standards ebenso erfüllt wie die lokalen Vorschriften, erinnert in erschreckender Weise an die Aussagen zur Sicherheit des damals in der Planung befindlichen tschechischen Atomkraftwerks "Temelin". Wie es damals hieß, würden die Sicherheitsstandards der sowjetischen Atomkraftwerke, denjenigen der westdeutschen Atomkraftwerke - angeblich "die sichersten Atomkraftwerke der Welt" - in nichts nachstehen ... - Und dann erfolgte der Super-GAU in "Tschernobyl", einem dieser sowjetischen Atomkraftwerke, deren Sicherheitsstandards angeblich identisch mit denen der "sichersten Atomkraftwerke der Welt" waren ...

Tschernobyl - Kein Sarg für die Ewigkeit
Vor 27 Jahren, in der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986, explodierte der Atomreaktor des Blocks 4 in der Atomkraftanlage "Tschernobyl" (Ukraine, damals Teil der Sowjetunion). Um zumindest weitere radioaktive Emissionen aus der total zerstörten Anlage zu verhindern, wurde in aller Eile aus Stahlbeton der sogenannte "Sarkophag" um die Atomruine herum errichtet. Sarkophage sind eigentlich Särge aus dauerhaften Materialien, in denen Tote bestattet werden. Die Atomruine in der Ukraine ist aber nicht wirklich tot. Das, was dort begraben wurde, ist ein lebender Feind, dessen Radioaktivität zum Teil noch in Millionen von Jahren eine tödliche Gefahr darstellen wird. - Und auch der gigantische "Betonsarg" für das zerstörte Reaktorgebäude hat sich nicht gerade als sehr dauerhaft erwiesen ...

Grüne Atomausstiegsbeschleunigungsbremse?
Bündnis '90 /Die Grünen, Bundesdelegiertenkonferenz am 26. bis 28. April, Leitantrag des Bundesvorstandes: "Bis zum beschlossenen Atomausstieg müssen die noch verbleibenden Atomkraftwerke so sicher wie nur irgend möglich sein, bei schweren Sicherheitsbedenken mussen AKWs bereits früher vom Netz genommen und so der Atomausstieg beschleunigt werden." -Die reine Verwaltung der schwarz-gelben Laufzeitverlängerung für die neun in Deutschland noch betriebenen Atomkraftwerke bis 2022 ist keine Option! Vor zwei Jahren - drei Monate nach dem mehrfachen Super-GAU in der japanischen Atomkraft-Anlage "Fukushima-I" - hörten sich die Grünen noch ganz anders an ...

Mai 2013

Autotransportschiff entpuppt sich als Atomfrachter
Am 02.05.2013 hatten mehrere Medien über einen Brand an Bord des Autotransportschiffs "Atlantic Cartier" berichtet, der am Abend des vorhergehenden Tages ausgebrochen war. Dabei seien etwa 70 Neuwagen verbrannt. Nachdem die Medien am 17.05.2013 erneut über den Brand berichteten, ist klar, dass es sich bei dem "Autotransportschiff" eigentlich um einen ganz normalen Containerfrachter handelt, der unter anderem auch Neuwagen geladen hatte. Bezüglich der "restlichen" Ladung war später unter anderem von 33 Containern mit 3,8 Tonnen Munition und 20 Tonnen radioaktiven Stoffen die Rede, darunter auch ein Container mit neun Tonnen hochgiftigem Uranhexafluorid (UF6), der nur ein Deck über dem Brandherd stand. Nur aufgrund der erfolgreichen Arbeit der Feuerwehr und einer großen Portion Glück sind Hamburg und die Besucher des Evangelischen Kirchentags wohl gerade noch einmal an einer Katastrophe vorbeigekommen ...

MOX-Atomtransport zum AKW-Brokdorf
Der Brand, der am 01.05.2013 auf dem Frachtschiff "Atlantic Cartier" im Hamburger Hafen ausgebrochen war, hat deutlich gezeigt, welche Gefahren von Atomtransporten ausgehen. Knapp drei Wochen später wurde nun bekannt, dass ein weiterer Atomtransport durch Hamburg geplant ist, dessen Inhalt - sollte er infolge eines Unfalls in die Umwelt gelangen - weitaus gefährlicher ist, als das Uranhexafluorid, das gerade noch rechtzeitig von dem brennenden Frachter geborgen werden konnte ...

Atomic Africa
In manchen afrikanischen Ländern kann man verhaftet werden, wenn man über die Hintergründe des dortigen Uran-Abbaus berichtet. So ist es dem kongolesischen Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten Golden Misabiko im Jahre 2009 ergangen. Im Rahmen des Dokumentarfilms "Atomic Africa" spielt Herr Misabiko eine zentrale Rolle ...

Klimakanzlein - welche Klimakanzlerin!?
Deutschlands Nobelkarossen-Hersteller fürchten um ihr Geschäftsmodell. Eine Halbierung des durchschnittlichen Treibstoffverbrauchs auf drei Liter bis 2025 - wie von der EU gefordert - sei nicht zu leisten. Herr Wissmann (VDA-Verband der Deutschen Automobilindustrie, Präsident) hatte Frau Merkel (CDU, Bundeskanzlerin) deshalb am 08.05.2013 in einem Brief um Unterstützung gebeten. Er schrieb: "Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela", .. es darf nicht sein, dass "wir unser leistungsfähiges und starkes Premiumsegment ... über willkürlich gesetzte Grenzwerte buchstäblich kaputt regulieren lassen" ...
   
Juni 2013

Eine zwar sinnlose, aber doch beachtliche Leistung
Nachdem Herr Wissmann die "Liebe Angela" mit seinem Brief um Unterstützung bei der Aufweichung der Emissionsvorgaben der EU gebeten hatte, erläuterte Herr Hengstenberg (Der Spiegel) in einem Kommentar, warum ein Erfolg der Lobby-Aktivitäten des VDA das Schlimmste wäre, was der Automobilindustrie passieren könnte ...
 
Kfz CO2-Grenzwerte - Offener Brief an Frau Merkel
In Reaktion auf den Brief Herrn Wissmanns an die "liebe Angela" kritisierten die Umweltschutzorganisationen BUND, Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe, NABU, WWF und der ökologische Verkehrsclub (VCD) in einem offenen Brief an Frau Merkel die vom VDA angestrebte faktische Außerkraftsetzung der CO2-Grenzwertverordnug für neue Pkw zugunsten deutscher Automobil-Hersteller und fordern ein stärkeres Durchgreifen der Politik in Sachen Klimaschutz ...
 
Atomkraft "Made in Japan" in Europa?
Mit dem mehrfachen Super-GAU in der Atomkraftanlage "Fukushima-I" am 11.03.2011 wurde bewiesen, dass die hochgelobte Sicherheit japanischer Atomkraftwerke auch nur ein Märchen ist, das bestenfalls dazu geeignet war, die Menschen in Japan ruhig zu stellen. Seitdem stößt das japanische "Atomdorf" -  so nennen japanische Bürger den Filz aus Atomkonzernen und ihrer Regierung - mit seiner Atomtechnologie im eigenen Land jedoch zunehmend auf Widerstand. Deshalb versucht Japans Atom-Lobby ihr Glück jetzt in Europa ...

Ein atompolitischer Scherbenhaufen
Mit einem Atommüll-"End"-Lagersuchgesetz soll die sichere Lagerung des Atommülls aus deutscher Produktion für Millonen von Jahre sichergestellt werden. Aber schon eine Einigung darüber, wo der aus der Atommüllaufbereitung noch zurückzunehmende und der zusätzlich noch anfallende Atommüll - außerhalb des Standorts Gorleben - "zwischen"-gelagert werden soll, erweist sich als aussichtslos ...

Bremen: Atom-"Brennstoff"-Umschlag bleibt verboten
Die Fraktion der CDU in der Bremischen Bürgerschaft (Bremer Landesregierung) hatte erfolglos gegen die Änderung des Hafenbetriebsgesetzes durch die rot-grüne Mehrheit vor dem Bremer Staatsgerichtshof (Verfassungsgericht des Landes Bremen) mit einem Normenkontrollantrag geklagt. Der Umschlag von Atom-"Brennstoffen" in den Bremischen Häfen bleibt weiterhin verboten ...

AKW-Brunsbüttel: Atommülllager verboten
Auf dem Gelände des abgeschalteten Atomkraftwerks "Brunsbüttel" (Schleswig-Holstein, Elbe) darf kein Atommüll mehr gelagert werden. Am 19.06.2013 hob das Oberverwaltungsgericht Schleswig die Betriebsgenehmigung für das Atommüll-"Zwischen"-Lager auf. Geklagt hatte eine Familie, deren landwirtschaftlicher Betrieb nur wenige Kilometer von Atomkraftwerk entfernt liegt. In ihrer Klage stellte sie die Frage nach der Sicherheit des etwa 250 Meter vom Atomreaktor entfernt stehenden Atommülllagers im Falle eines Terrorangriffs mit Panzerfäusten oder einem Flugzeug wie dem Airbus 380 ...

Juli 2013

Bundesautokanzlerin
Frau Merkel (CDU, Bundeskanzlerin) betrieb erfolgreich Lobby-Arbeit für die Automobilindustrie und blockieret damit strengere Abgasnormen für Neufahrzeuge: Am 25.06.2013 vertagte der EU-Ministerrat seine für diesen Tag geplante Abstimmung auf irgendwann ...
 
Endlagersuchgesetz schreibt Atommüll-Export fest!
Unbemerkt von der Bevölkerung droht das "Endlagersuchgesetz", dem der Bundestag am 28.06.2013 mit den Stimmen der CDU, der CSU, der SPD, der FDP und den Grünen zugestimmt hat, zum Atommüll-Export-Gesetz zu mutieren. Einer der der strittigen Punkte, um die dabei gerungen wurde, war der Export von Atommüll aus Forschungseinrichtungen ins Ausland. In der aktuellen Fassung des sogenannten "Endlagersuchgesetzes" wird die "Entsorgung" von Atommüll Made in Germany im Ausland erlaubt sein. Aus gutem Grund war der Export von Atommüll aus deutscher Produktion bisher von Politikern aller Parteien abgelehnt worden ...

Antarktiskonferenz in Bremerhaven gescheitert
Vom 11.07. bis zum 16.07.2013 schacherten und feilschten in Bremerhaven 120 Wissenschaftler und Politiker aus über 25 Ländern im Rahmen der Anarktiskonferenz der "Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis" (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources, CCAMLR) über die Einrichtung eines Meeresschutzgebiets. Nachdem die Einrichtung der Meeresschutzgebiete im Herbst 2012 schon einmal aufgrund des Widerstands von Russland, China, Japan, Südkorea und Norwegen nicht zustande kam, scheiterte die Antarktiskonferenz erneut. Da die Konferenz nur einstimmige Beschlüsse fassen kann, kam aufgrund "rechtlicher Bedenken" Russlands und der Ukraine kein einstimmiger Beschluss zustande. Wenn es darum geht, die Lebensgrundlagen und die natürlichen Resourcen unseres Planeten für die nachfolgenden Generationen zu bewahren, gibt es immer wieder auch diejenigen, die solchen Bestrebungen aus kurzsichtiger Profitgier entgegen stehen ...
 
Konzerne bereichern sich an Strom-Verbrauchern
Eine vom "Öko-Institut" und "Greenpeace" veröffentlichte Studie über den Einfluss der Erneuerbaren-Energien-Umlage (EEG) belegt, dass nicht die erneuerbaren Energien für die Strompreiserhöhungen verantwortlich sind, sondern die Profitgier von Unternehmen und Konzernen. Würden die Energieunternehmen die niedrigen Börsenpreise an die Verbraucher weitergeben, dann könnte der Strompreis trotz steigender EEG-Umlage im kommenden Jahr sinken ...
 
Zwischengeparkt ...
Während in der Offshore-Windindustrie geklotzt wird, backt die schwarz-gelbe Bundesregierung in Sachen Energiewende weiterhin eher kleine Brötchen. Der Lobby-Verband der der Offshore-Windindustrie warnte deshalb die Bundesregierung davor, eine industriepolitische Großchance zu verspielen und fordet verlässliche Rahmenbedingungen. Es seien Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von rund einer Milliarde Euro in den deutschen Seehäfen nötig, um die Anlagen für die Offshore-Windparks von dort aus zu verschiffen. Die Küstenländer seien dazu zwar prinzipiell bereit, aber finanziell nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen zu leisten ...
 
Steuergelder für Europas Atomkraftwerke?
Die Lobby der EU-Staaten, die in Brüssel die Atomkraft als "grüne, CO2 freie Energie" anpreist, hat offenbar ganze Arbeit geleistet. Herr Almunia (EU-Kommission, Wettbewerbskommissar) hat einen Entwurf der neuen Beihilferichtlinie vorbereitet. Darin heißt es, der Ausbau der Stromerzeugung mit Atomkraftwerken sei ein Ziel der Europäischen Union ...

August 2013

Japanische Zauberlehrlinge
Am 07.08.2013 hat Japans atomfreundliche Regierungspartei LDP eingeräumt, dass offenbar seit zwei Jahren täglich rund 300 Tonnen radioaktiv belastetes Grundwasser aus den zerstörten Atomreaktoren der Atomkraftanlage "Fukushima-I" (Dai-ichi) unkontrolliert in den Pazifik fliessen - ein Ende ist nicht in Sicht ...

September 2013

Höhere Radioaktivität dank genauerer Messgeräte?
Zum Monatswechsel berichteten mehrere Medien, die Radioaktivität an einem Wassertank in der Atomkraftanlage "Fukushima-I" sei binnen kurzer Zeit um das 18-fache angestiegen. Dort seien jetzt 1800 Millisievert pro Stunde (mSv/h) gemessen worden. Ein Sprecher des Betreibers der havarierten Atomkraftanlage (Tepco) versicherte, der betreffende Tank, in dem kontaminiertes Kühlwasser aus den zerstörten Atomreaktoren aufgefangen wird, habe aber kein neues Leck. Kaum zu glauben: Sein Versuch, die höhere Strahlung damit zu erklären, dass Experten jetzt genauere Messinstrumente eingesetzt hätten, und dass die Strahlung deshalb möglicherweise schon seit längerer Zeit deutlich höher gewesen sein könnte, als bisher angenommen wurde, zeugt jedenfalls von einer haarsträubenden Inkompetenz ...

Gegen die Wand - Die Energiewende-Wende
Die Kosten für den elektrischen Strom werden zum 1. Januar 2014 erneut steigen. Die Ursache dafür werden aber auch die Saboteure der Energiewende in den Reihen der schwarz gelben Bundesregierung wohl kaum mit dem Ausbau der erneuerbaren Energiequellen begründen können. Eine am 21.08.2013 veröffentlichte Studie des Analyse- und Beratungshauses "Energy Brainpool", die im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen erstellt wurde, geht von der Annahme aus, dass, die EEG-Umlage von 5,277 Cent auf voraussichtlich 6,1 Cent/kWh (also um 0,823 Cent/kWh; das entspricht 15 Prozent der EEG-Umlage 2013) steigen wird ...
 
Keine Stimme für die Handlanger der Atomkonzerne
Die schwarz-gelbe Bundesregierung war zur letzten Bundestagswahl im September 2009 mit dem Ziel angetreten, der Atomkraft in Deutschland zu einer "Renaissance" zu verhelfen. Die Grundlagen dafür waren schon lange Zeit zuvor gelegt worden. Neben Politikern der CSU, die auch den Bau neuer Atomkraftwerke forderten, taten sich dabei insbesondere die Herren Oettinger (Baden-Würtemberg, damals Ministerpräsident, heute EU-Energiekommissar) und Koch (Hessen, damals Ministerpräsident) mit ihrem "Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie" hervor. Der aufgrund des Drucks von der Straße und vor dem Hintergrund des mehrfachen Super-GAUs in Japan beschlossene sogenannte Atomausstieg ist nichts anderes, als eine als "Atomausstieg" getarnte "Mini-Laufzeitverlängerung" - zulasten der aus Gründen des Klimaschutzes dringend notwendigen zügigen Umsetzung der Energiewende! Die wespenfarbene Bundesregierung (2009-2013) hatte es von Beginn an darauf angelegt, die Bürger bezüglich ihrer Atompolitik für dumm zu verkaufen. Daran hatte sich bis zum Ende der Legislaturperiode nichts geändert und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sich in absehbarer Zukunft etwas daran ändern wird ...

FDP - Zurück in die Vergangenheit
Warum die Freunde Herrn Röslers (FDP, Bundeswirtschaftsminsiter) in den Chefetagen der Konzerne kurz vor der Bundestagswahl gut lachen hatten, der Rest von uns jedoch weniger ...
 
Oktober 2013

EU-Förderung für AKW-Neubauten ist "zu heiß"
Einem Artikel des Spiegel vom 08.10.2013 zufolge hatte Herr Barroso (EU-Kommission, Präsident) gleich zu Beginn der Sitzung des Kollegiums der EU-Kommissare klargemacht, dass das Thema "Förderung für den Bau und Betrieb von Atomkraftwerken in Europa" politisch zu heiß ist. Herr Almunia (EU-Kommission, Wettbewerbskommissar) hatte in seinem Entwurf zur Neufassung der EU-Beihilferichtlinie entsprechende Regelungen vorgesehen. Der Protest dagegen erfolgte promt und war so massiv, dass er in Brüssel nicht einfach ignoriert werden konnte ...

November 2013

Holger Strohm über die Folgen des Atomzeitalters
Ende Oktober /Anfang November 2013 führte Ken Jebsen (KenFM) ein Interview mit Holger Strohm, einem Urgestein der Anti-Atomkraft Bewegung. Darin spannt Herr Strohm einen weiten Bogen vom Beginn des Atomzeitalters in New Mexiko (USA) und den daraufhin folgenden Atombombenabwürfen über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki, von den Grundlagen für die Atomindustrie in Deutschland über den ersten weltweit bekannt gewordenen Super-GAU des Atomzeitalters im Atomkraftwerk "Tschernobyl" (26.04.1986, Ukraine) bis hin zum mehrfachen Super-GAU in der Atomkraftanlage "Fukushima-I" (Dai-ichi) in Japan am 11.03.2011 ...

Im Schneckentempo: UN-Klimagipfel & Energiewende
Spätestens seit der Veröffentlichung des IPCC-Klimareports 2007 steht fest, dass die heute lebenden Generationen ihre CO2-Emissionen drastisch reduzieren müssen, wenn sie den nachfolgenden Generationen keinen unbewohnbaren Planeten hinterlassen wollen. Fünf Jahre später wird die Notwendigkeit zum schnellen und entschlossenen Handeln der Weltgemeinschaft mit der Veröffentlichung des IPCC-Klimareports 2013 noch einmal bekräftigt! Nach den "Ergebnissen" der UN-Klimagipfel, die seit 2007 stattfanden, sind meine diesbezüglichen Erwartungen jedoch eher gedämpft. Selbst angesichts besorgniserregender Veränderungen, die schneller eintreten, als vor 2007 noch angenommen wurde, wird auf internationaler, ebenso wie auch auf nationaler Ebene, weiterhin in fahrlässiger Weise Zeit vergeudet, die uns möglicherweise später einmal fehlen wird ...

Energiewende: Es ist nicht immer drin, was draufsteht
Anfang November kristallisiert sich heraus, welchen Kurs die CDU, die CSU und die SPD mit einer Großen Koalition einschlagen wollen. Den Berichten der Medien ist zu entnehmen, dass die Begrenzung der Kosten der Energiewende vorrangig zulasten des Ausbaus der regenerativen Energieträger und zugunsten fossiler Energieträger, sowie der Atomkraft gehen wird. Wie so oft steht auch auf dieser Verpackung etwas anderes drauf, als wirklich drin ist ...

Klimawandel: Letztendlich geht es ums Überleben
Angesichts ausbleibendender Vereinbarungen zu ambitionierten und nachhaltigen Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe habe ich bereits mehrfach kritisert, dass die Politiker sich sowohl auf nationaler, wie auch auf internationaler Ebene mit ihren Vorstellungen darüber, welche Mengen klimarelevanter Gase noch möglich seien, gefährlich nahe an der Grenze der "maximal plus 2 Grad"-Marke bewegen. Sollten wir aufgrund genauerer Daten einmal zu der Erkenntnis kommen, dass wir uns damit gründlich verschätzt haben, bliebe kein Spielraum mehr, um die drohende Klimakatastrophe noch abzuwenden. Erst nach der Veröffrntlichung des IPCC-Klimaberichts 2013 bekannt gewordene Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass meine Befürchtungen sich einmal als begründet erweisen könnten ...
 
In Polen regieren die Kohlen
Polen war zwar Gastgeber der Klimakonferenz "COP 19" der Vereinten Nationen, aber das hatte die Regierung Polens nicht davon abgehalten, parallel dazu auch die Lobbyisten der "World Coal Association" (Weltkohle-Verband) zum internationalen Kohlegipfel nach Warschau einzuladen ...
 
Atompolitik: Wir nehmen die SPD beim Wort
Hermes-Bürgschaften für den Export deutscher Atomtechnologie, eine vorübergehende Brennelemente-Steuer, insolvenzgefährdete Rückstellungen für den späteren Abriss der Atomkraftwerke und die "End"-Lagerung des Atommülls, die zudem für die laufenden Geschäfte zweckentfremdet werden ... - Die SPD hat diesbezüglich im Wahlkampf mit einem atompolitischen Kurswechsel geworben. Wir nehmen sie beim Wort ...

Rückschritte im Kampf gegen die Klimakatastrophe
Damit, dass niemand ernsthaft die Erwartung hatte, die am 23.11.2013 mit einem Tag Verspätung zu Ende gegangene 19. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 19) in Warschau (Polen) würde Fortschritte für einen international koordinierten Kampf der Menschheit gegen die drohende Klimakatastrophe bringen, wird das "Ergebnis" nicht besser ...
 
Ein Bauschild zur Feier für ein 200 Mio. Euro Grab
Führende Lokal-Politiker versehen Bremerhaven ja immer gerne mit dem Prädikat "Klimastadt". Wer aber angesichts der ohnehin schon weiterhin steigenden CO2-Emissionen und der damit fortschreitenden Klima-Erwärmung unbeirrt auf die Zukunft des zunehmenden Güterverkehrs auf der Straße - inklusive der damit unvermeidlich steigenden CO2-Emissionen - setzt, der hat seine Hausaufgaben im Fach "Klimapolitik" nicht gemacht. Selbst in einer Broschüre der Tunnelbefürworter mit dem Titel "Hafenanbindung A27" heißt es, der schienengebundene Güterverkehr habe "in den vergangenen Jahren deutlich Marktanteile im Hinterlandverkehr gewinnen" können. Eine weitere Steigerung des Anteils sei jedoch unwahrscheinlich, da sich der Schienenverkehr bereits heute an der Kapazitätsgrenze bewege. Dies betreffe vor allem die Strecke Bremerhaven-Bremen und den Knoten Bremen. Diese Einschätzung ist leider nicht von der Hand zu weisen. Konsequent wäre es deshalb gewesen, die 171 Millionen Euro, die im Hafentunnel versenkt werden sollen, in den mehrgleisigen Ausbau der Bahntrasse zu investieren ...
 
Demonstrationsaufruf der CDU/CSU und der SPD
In den Koalitionsverhandlungen haben die CDU und die CSU ihre klimaschutzfeindlichen Ziele durchgesetzt: Der Ausbau der Windenergie an Land abgewürgt. Das Wachstum der erneuerbaren Energiequellen wird insgesamt gedeckelt. Eine relevante Förderung zur Steigerung der Energieeffizienz ist weiterhin nicht in Sicht. Fracking wird nicht verboten. Von einem verbindlichen Klimaschutzgesetz ist keine Rede mehr und auch mit der "Beendigung der direkten Bevorzugung der Atomkonzerne" und der "Verbesserung der Chancengerechtigkeit auf dem Strommarkt" wird es schon bald wieder vorbei sein: "Die energiepolitischen Passagen des Koalitionsvertrages zwischen Union und SPD lesen sich wie ein einziger Aufruf, am Samstag in Berlin auf die Straße zu gehen."

Eine energie- und klimapolitische Katastrophe
Während der Verhandlungsrunden zum Koalitionsvertrag haben die Verhandlungsführer der SPD ihren Kollegen von der CDU und der CSU die wesentlichen Anforderungen einer zukunftsorientierten Atom- und Energiepolitik nicht vermitteln können. Angesichts dessen, was diesbezüglich jetzt vereinbart wurde, müssten eigentlich bei den Menschen hierzulande sämtliche Alarmglocken schrillen ...

Dezember 2013

Energiewende retten: Berlin 30.11.2013
Am Samstag, 30.11.2013, trugen in Berlin 16000 Menschen aus allen Teilen der Bundesrepublik lautstark, bunt und friedlich ihren Protest auf die Straßen Berlins und umzingelten das Bundeskanzleramt. Videos mit den Redebeiträgen zur Kundgebung von Christoph Bautz (Campact), Luise Neumann-Cosel (.ausgestralt) und Michael Müller (Naturfreunde) ...

Klimaschutz benachteiligt Braunkohle
Die Halbwertszeiten, nach denen die ohnehin schon fahrlässig knapp angesetzten energie- und klimapolitischen Ziele der verantwortlichen Politiker in der CDU, der CDU und der SPD verfallen, sind erschreckend kurz. Kommentar und Video zur Demonstration "Energiewende retten" (30.11.2013, Berlin) ...

Atomangriff auf die Energiewende aus Bayern
Mit dem Atomkraftwerk "Grafenrheinfeld" soll in Bayern entsprechend der bisherigen Planung des schwarz-gelben "Atomausstiegs" Ende 2015 das  einzige Atomkraftwerk in der aktuellen Legislaturperiode stillgelegt werden - eigentlich: Denn inzwischen ist selbst das nicht mehr sicher. Darüber berichtete das Anti-Atomkraft-Netzwerk ".ausgestrahlt" in einer E-Mail an den Verteiler ...

AKW-Gundremmingen: Antrag zurückgezogen
Der Antrag auf Leistungserhöhung für die Reaktorblöcke "B" und "C" des Atomkraftwerks "Gundremmingen" ist vom Tisch. Aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit zogen die Betreiber RWE und Eon den seit 1999 vorliegenden Antrag Mitte Dezember zurück. ...
 
Gazprom - Arktisches Öl für die Klimakatastrophe
Aufgrund der Ausbeutung und der Verbrennung der fossilen Energieträger steigt die mittlere globale Temperatur auf der Erde. Weltweit setzte eine inzwischen besorniserregende Gletscherschmelze ein. Eis des Arktischen Ozeans verliert von Jahr zu Jahr mehr an Masse. Die Petro-Konzerne, die daran die unmittelbare Schuld tragen, haben darauf nur gewartet: Jetzt ist auch der Weg zu den Erdöllagerstätten unter den arktischen Gewässern frei. Als erster Konzern überhaupt hat "Gazprom" (Russland) in diesem Jahr damit begonnen, in arktischen Gewässern Erdöl zu fördern. Dagegen hatten Aktivisten der internationalen Umweltschutzorganisation "Greenpeace" an  der Ölbohr-Plattform "Prirazlomnaya" protestiert ...
 

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